Kalifornien - Der Süden

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Reiseroute durch den Süden Kaliforniens im März 2017.

 

3.785 km

 

24 Tage

Joshua Tree NP

© www.rangerdoug.com

Die Begeisterung für die Joshua-Trees haben wir uns ja bereits bei unserer Fahrt durch das Mojave-Preserve vor einigen Wochen erworben. Jetzt besuchen wir also den Park mit dem berühmten Namen. Dieser Park gehört zu einem der meistbesuchten der gesamten USA und das kam so: Das sehr erfolgreiche Album der Band U2 mit Namen The Joshua Tree, welches im Jahr 1987 auf den Markt kam, wurde nicht zuletzt durch sein wunderschönes Back Cover Foto der Band in einsamer, phantastischer Landschaft neben einem Joshua-Tree zeigte, sehr beachtet. Vom Star-Fotografen Anton Corbijn aufgenommen, weckte dieses Bild das Interesse von Millionen von Menschen an dieser seltenen Pflanze und damit auch das an diesem schönen Nationalpark. Der Joshua-Tree wächst nur in der Mojawe und der Colorado Wüste, einem Teil der Sonora-Wüste sowie im Death-Valley. Der Park ist wie alle amerikanischen Nationalparks gigantisch groß und immer nur kann man einen kleinen Teil davon erkunden. Wir bleiben 2,5 Tage und unternehmen eine mehrstündige sowie am nächsten Tag noch eine kürzere Wanderung durch diese phantastische Landschaft, wovon der Joshua-Tree nur einer der hier wachsenden, vielfältigen Pflanzenarten ist. Es gibt natürlich auch eine vielseitige Tierwelt, viele verschiedene nie gesehene Vögel leben hier. Es gibt Klapperschlangen, Springmäuse, Kojoten und, und, und. Wir lassen hier jetzt lieber die Bilder sprechen…

Palm Springs

Das erste, was wir von dieser Wüstenstadt der Reichen sehen, ist ein riesiger Windpark mit großen, mittelgroßen und ganz kleinen Windrädern. Bereits in den 80 er Jahren begonnen, produzieren hier insgesamt 3218 Windräder Strom für den Grossraum von Los Angeles. Palm Springs selbst ist ein Bilderbuch. Alle Straßen sind mit großen Palmen begrenzt, die Gebäude sind  flach und viele in dem für die Stadt berühmten Mid-Century-Baustil errichtet. Im Visitors-Center erhalten wir einen Plan mit den wichtigsten der zahlreichen historischen Gebäude in diesem Baustil. Auch das Visitors-Center ist in einem dieser Gebäude - einer ehemaligen Tankstelle -  untergebracht. Da wir sowieso Fans dieses Stils, wie auch vom Bauhaus sind, können wir uns an den Häusern und den fantastischen, reduzierten Kakteengärten kaum sattsehen. An den Hängen liegen Häuser mit Blick in das große Tal - unbeschreiblich. Die Stille, die Blütendüfte, der Vogelgesang - perfekt. Man sieht nur die vielen mexikanischen Gärtner und Reinigungskräfte herumwuseln, die Bewohner sieht man kaum. Down-Town an der Restaurant- und Ladenmeile ist es ebenso geschmackvoll und exklusiv. Hier gibt es keine schmuddeligen Läden oder Ecken. Für uns alles in Allem eine fantastische Stadt! 

Long Beach, Hollywood, Santa Monica

Wir müssen weiter nach Long Beach, da dort an unserem MAN die bestellte Dichtung für die Getriebeschaltwelle eingebaut werden soll. Beim Mittagessen im Café Moxie bekommen wir von einem kanadischen Ehepaar eine wunderschöne Bergstrecke in Richtung Los Angeles empfohlen und wir beschliessen natürlich nicht den kürzeren, sondern den schöneren Weg nehmen. Die Serpentinenstraße bietet zuerst einen weiten Ausblick auf die Wüstenebene, führt dann in eine malerische Berglandschaft, die zunehmend grüner wird und mit den Tannenwäldern im Kontrast zu der Wüstenstadt Palm Springs eine völlig andere Stimmung bietet.

 

In Long Beach kennen wir uns ja schon vom letzten Besuch Ende Dezember ganz gut aus. Diesmal sehen wir die Hafenstadt aber bei strahlendem Sonnenschein und sehr warmem Wetter. Long Beach hat eine sehr schöne Hafenpromenade mit einem langen Pier und zahlreichen Restaurants. Als wir später bei Aldi einkaufen und gerade am Verstauen der Vorräte sind, werden wir in Deutsch angesprochen. Ein deutscher Auswanderer, der hier bereits seit mehr als 30 Jahren lebt, lädt uns ein, zu ihm nach Hause auf ein Glas Wein zu kommen. Er hat mit seiner amerikanischen Ehefrau, die an diesem Abend zu einer Weinprobe unterwegs ist, ein schönes Haus mit Garten und Swimming-Pool. Wir folgen der Einladung am frühen Abend und werden auch noch mit Schweinebraten und Knödeln verwöhnt. Natürlich können wir auch in der breiten Wohnstraße vor dem Haus unseres Gastgebers übernachten bevor wir am nächsten Tag noch einmal nach Los Angeles fahren, um uns Hollywood und den Walk of Fame etwas genauer anzuschauen.

Auch dieses Mal sind wir nicht wirklich von dieser Stadt angetan und auch der Glanz der Sterne auf dem berühmten Weg entschädigt nicht für die eher schmuddelige Straße.

Von hier kommen wir auch zum zweiten Mal nach Santa Monica, wo wir es nicht lassen können, noch einmal bei Abend über den berühmten Pier zu schlendern und die vielen Strandaktivitäten wie Volleyball, Feuertanz, Joggen, Rollerscaten und was die unglaublich sportlichen Kalifornier halt so am Abend treiben, zu bewundern. Wir übernachten in einem Wohngebiet am Strassenrand, wo wir am nächsten Morgen von Jen und Greg mit Ihren Kaffeetassen in der Hand vor Ihrem Haus begrüsst werden. Sie sind begeistert von unserem Fahrzeug und unseren Reiseplänen.

Santa Barbara

Von nun an folgen wir dem Highway No. 1 entlang der kalifornischen Westküste in Richtung Norden, wir passieren den Strand von Malibu und geniessen den Blick über die Steilküste auf das Meer. Santa Barbara ist eine Bilderbuchstadt mit Häusern in spanischem Stil, überall blühen Zitronen, Orangen, Bougainvillea, Pinien und allerlei weitere, mediterran anmutende Pflanzen. Es gibt eine richtige Down-Town mit Eiscafés, Restaurants, Boutiquen und einem schönen Bauernmarkt. Wir kaufen frische Miesmuscheln und Erdbeeren und schlendern durch die Straßen bei sehr warmen Temperaturen und strahlendblauem Himmel. Wir hören Straßenmusikern zu, essen Frozen Yoghurt und fühlen uns hier wirklich wohl. Leider hat unsere Honda einen platten Hinterreifen und wir müssen dies bei einem Motorradhändler reparieren lassen. Dabei erfahren wir zum wiederholten Male die extreme Hilfsbereitschaft der Amerikaner. Ein Anwohner, vor dessen Haus wir den Platten bemerken, schickt uns an die richtige Stelle und als wir dort auftauchen, kommt er mit seinem Auto vorbei, weil er sichergehen wollte, dass wir die von ihm beschriebene Stelle auch finden. Am nächsten Tag verbringen wir einige Stunde am Stadtstrand von Santa Barbara bis wir die Honda wieder abholen können. 

Lompoc

Die grünhügelige Landschaft Kaliforniens bezaubert uns in höchstem Masse. Wir halten in einem sehr ruhigen und landwirtschaftlich geprägten Ort namens Lompoc. Dieser Ort ist bekannt wegen seiner Produktion von Blumen und Senfsamen. Überall sieht man auf hübsch bemalten Wänden etwas über die hier angebauten Blühpflanzen und die Geschichte der Stadt. Beim Schlendern durch die wie üblich überbreiten Straßen mit ihren riesigen Bäumen sieht man kaum Menschen, alles scheint hier so beschaulich wie in früheren Zeiten. Auf einem der zahlreichen Wandgemälde werden wir auf die hier im Frühling zu Tausenden vorkommenden Monarchfalter aufmerksam gemacht.

Oceano Dunes

Am Strand von Pismo Beach zahlen wir 10 $ und dürfen dafür an den Oceano Dunes campen. Der sehr lange und breite Strand und das anschliessende Dünengelände ist zum Befahren mit Fahrzeugen aller Art freigegeben und so ist hier am Sonntag die Hölle los. Motor-Freaks mit Geländewagen, Quads (hier ATV’s genannt), leistungsstarken Dune-Buggys und Motorrädern fahren hier am Strand auf und ab und tummeln sich lautstark im Dünengelände. Die Abgase mischen sich mit der Meerbrise. Ein krasser Unterschied zu den wochenlangen Aufenthalten an völlig einsamen und ruhigen Stränden. (Ich-Petra-finde das hier eher schrecklich).

Wir beobachten die Leute beim Hin- und Herfahren, machen einen langen Strandspaziergang und geben natürlich wieder einige Interviews zum Auto und unseren Reiseplänen. Am Abend machen wir zusammen mit István, einem aus Ungarn stammenden Auswanderer, ein Lagerfeuer und sitzen bis in die späten Abendstunden mit ihm zusammen. Am nächsten Morgen, ein Montag, ist der Spuk dann wieder vorbei, denn fast alle sind bereits weg!

San Louis Obispo

An der Küste gibt es in den Monaten Februar und März ein riesiges Vorkommen von Monarchfaltern, die sich in den Bäumen entlang der Küste fortpflanzen. Leider sind wir für die große Menge von Faltern schon ein bisschen spät dran, trotzdem können wir noch einige dieser schönen Exemplare in den Bäumen entlang der wunderschönen Steilküste beobachten. Die Harmonie der wildzerklüfteten Buchten mit den skurril wachsenden Zedern und dem weißen Sand, der bis fast ans Wasser mit buntblühenden Bodendeckern bewachsen ist, wirkt wie gemalt. In San Louis Obispo, einem sehr netten und adretten Küstenort, schlendern wir bei sehr hohen Temperaturen durch Down-Town und betrachten Oldtimerverkaufsräume sowie schöne Läden mit Kunst. Auch die hier ansässigen Restaurants und Brauhäuser mit Terrasse zu einem schön bewachsenen kleinen Fluss sehen durchweg sehr einladend aus.

Cambria, Küste - Highway 1

Hier wollten wir eigentlich gar nicht haltmachen, als wir am Straßenrand eine derart nostalgisch anmutende Autowaschhalle sehen, dass wir sofort stoppen und wenden. Hier gibt es entlang der Hauptstraße sehr schöne und geschmackvoll dekorierte Kunstgewerbeläden, Cafés und Restaurants. Wir lassen uns hier eine Clam-Chowder sowie einen Burger mit den besten je gegessenen Pommes schmecken - alles bei für diese Jahreszeit ungewöhnlich heißen Temperaturen.

An den Stränden entlang des Highway 1 kann man hier ganze Kolonien mit Hunderten See-Löwen, See-Elefanten und Robben beobachten, die hier ihren Nachwuchs zur Welt bringen und eine Ruhepause einlegen, bevor sie wieder in Richtung Alaska aufbrechen.

Hier erleben wir auch erneut den für die kalifornische Küste berüchtigten Nebel, der plötzlich aufzieht und über das Wasser und die grünen Hänge wabert. Das touristisch sehr stark besuchte Hearst-Castle, ein wirklich monströs protziges Bauwerk schauen wir uns nur von aussen an, obwohl diese Sammlung von teuersten und geschmacklosen Wandteppichen, Kristall-Lüstern, verschnörkelten schweren Möbeln und vielerlei zusammengetragenem Prunk als sehr sehenswert beschrieben wird. Die in der Vorhalle gezeigten Fotos vom Inneren geben den Ausschlag für unsere Entscheidung, dies nicht sehen zu müssen.

Leider müssen wir nach einigen Kilometern in Ragged Point umkehren, da aufgrund der starken Unwetter im Januar der folgende und wohl schönste Teil der Strasse entlang der Westküste durch den Pfeiffer Nationalpark nicht befahren werden darf. Auf dem nun folgenden Umweg nach Norden lichtet sich der Nebel und wir haben phantastische Ausblicke über die hügelige Landschaft und den Nebel über dem Meer.

Monterey, 17 Mile Drive

Nach unserem Umweg durch die Wein- und Agrarlandschaft hinter dem Küstengebirge erreichen wir den Pazifik nahe Monterey bei schönem aber windigem Wetter.

Nach der Wharf mit den zahllosen Restaurants besuchen wir die berühmte ¨Cannery Row¨- bekannt durch John Steinbecks Buch „Die Straße der Ölsardinen“. Hier befanden sich seit ca. 1920 die großen Ölsardinen-Fabriken der hauptsächlich von der Fischerei lebenden Stadt. Das Buch handelt vom einfachen und harten Leben der Menschen hier zu dieser Zeit und hat damit dieser Stadt und Kalifornien ein literarisches Denkmal gesetzt. Nach dem Niedergang der Fischindustrie Mitte der 50er Jahre ist der inzwischen restaurierte Komplex zwar sehr touristisch und auch relativ teuer, aber trotzdem sehr schön anzuschauen.

Am nächsten Morgen haben wir einen Termin beim Reifenservice, da wir einen leichten Luftverlust am rechten Hinterrad bemerkt haben. Es stellt sich heraus, dass die Ursache eine teilweise abgelöste Lauffläche ist und der Reifen somit nicht mehr benutzt werden kann. Da wir ohnehin bereits einen der leider sehr kostspieligen Reifen bei einem Händler in Fresno geordert haben, rufen wir dort an und bestellen einen Weiteren. Puh....das war so nicht vorgesehen und schneidet ein großes Loch in die Reisekasse.

Wir lassen uns davon aber nicht lange runterziehen und fahren den als eine der schönsten Strassen der Welt beschriebenen 17-Miles-Drive, nachdem wir dafür an einem Kassenhäuschen 10,- $ bezahlt haben. Dieser Abschnitt entlang der zerklüfteten Steilküste mit ständig wechselnden Blicken auf zedernbewachsende Klippen, wunderschönen Häusern der Reichen und natürlich dem wilden und atemberaubenden Pazific ist absolut sehenswert und auf jeden Fall das Geld wert.  Leider können wir im weiteren Verlauf das Teilstück südlich von Big Sur im Pfeiffer National Park wegen der zerstörten Brücke nicht sehen und kehren zurück nach Carmel-by-the-Sea.

Carmel-by-the-Sea

Dieser kleine Ort entlang der Küste mit seinen wunderschönen Häusern, welche in einem ganz speziellen Architektur-Stil erbaut wurden, macht dann endgültig sprachlos. Hier ducken sich die Häuser mit wellig geformten Holzschindeldächern unter den uralten und riesigen Zedern mit traumhaft bepflanzten Gärten. Es gibt weder Straßenschilder noch Straßennamen, weder Hausnummern noch Briefkästen und nichts, was die märchenhafte Optik dieses 4.000 Einwohner Ortes stören könnte. Eine weitere Besonderheit: Clint Eastwood war hier für 10 Jahre der Bürgermeister. Die Häuser hier sind absolut unbezahlbar und liegen im mehrstelligen Millionenbereich. Dennoch ist es geschmackvoll und nicht protzig, vieles hat die Ausstrahlung von Öko und ein bisschen auch von Hobbit-Behausungen aus dem Herr der Ringe-Epos.

Schliesslich besuchen wir noch die schöne alte spanische Mission, die diesem Ort den Namen gab.

Sequoia NP und Kings Canyon NP

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Der Sequoia National Park empfängt uns mit hohem Schnee und sehr kühlen Temperaturen. Doch die bereits am Wegesrand stehenden, riesigen Sequoia-Bäume mit der roten Rinde entschädigen für das Wetter. Diese Baumriesen werden teilweise über 100 Meter hoch und der Umfang der grössten Exemplare beträgt am Boden 33 Meter. Diese Bäume hier sind die ältesten dieser Art. Der Älteste hier ist über 2.200 Jahre alt und wächst noch jährlich weiter. Überall fliesst das Schmelzwasser von den Bergen über kleinere und größere Wasserfälle in das Tal. Leider sind aufgrund der Stürmschäden und wegen des meterhohen Schnees viele Teilbereiche des Parks gesperrt. Dieser Urwald hier mit den moosbewachsenen Stämmen, den dicht an dicht stehenden Riesenbäumen ist Natur pur und muss im Sommer wirklich fantastisch sein. Der Kontrast zu der buntblühenden Frühlingslandschaft in den Tälern zu dieser Winterlandschaft hier oben könnte nicht extremer sein. Unser Besuch am zweiten Tag bringt uns live noch einen massiven Schneefall, sodass die Schneeschieber mit wahnsinniger Geschwindigkeit über die Straßen brettern. Da ist man gut beraten, sich schnell in Sicherheit zu bringen. Einen schönen 2-stündigen Rundwanderweg im Kings-Canyon, der nahtlos an den Sequoia NP anschließt, können wir aber trotzdem noch unternehmen. Dieser führt um den Hume-Lake herum - eine sehr schöne Urlaubslandschaft, die von einem christlichen Jugend-Camp mit vielen Wassersportmöglichkeiten genutzt wird.

Death Valley

Die Anfahrt ins Death Valley ist bereits spektakulär. Die Strasse steigt nach oben bis auf 1.700 m und wir blicken an einigen Aussichtsstellen hinunter in das dem Death Valley vorgelagerte Panamint Valley. Nach einer weiteren Pass-Strecke fährt man zum Base-Camp Stovepipe herunter, dabei kann man mit der fallenden Höhe das steigende Thermometer beobachten. Oben gerade noch 10 Grad Celsius haben wir unten angekommen eine Temperatur von nahezu 30 Grad Celsius - und das Ende März.

Wir haben uns einige Pisten- und Wandertouren vorgenommen, das Gebiet ist allerdings derartig riesig, dass man Wochen benötigen würde, um alles zu sehen. Auf unserer ersten Pistenstrecke ruckeln wir auf den Gravelroads 50 km weit Stück für Stück bis auf über 2.000 Meter nach oben, um unglaubliche Ausblicke nach unten in das Badwater Basin (Salzwüste, 80 m unter dem Meeresspiegel), sowie auch die begrünte Oase zu bekommen. Wir sehen viele verlassene Minen-Einrichtungen, die vom Gold-Rush vergangener Zeiten erzählen und sehr schöne, gemauterte Kilns (Brennöfen), mit denen die Holzkohle für den Minenbetrieb hergestellt wurde. Leider hat man dafür die dort wachsenden Pinien gefällt. Inzwischen sind die Bäume aber auf vielen Flächen wieder nachgewachsen.

Am zweiten Tag unternehmen wir eine echt strapaziöse Pistentour zum Marble Canyon. Dort angekommen muss man zuerst einmal seine Knochen wieder neu sortieren, bevor man dann zu der Wanderung durch den wirklich tollen, teilweise sehr engen Marmorcanyon mit seinen glattgeschliffenen Wänden aufbrechen kann. Der hier vorkommende Marmor ist schwarz und weiß, an anderen Stellen in allen Rottönen leuchtend. Man muss auch ein bisschen klettern um zum oberen Canyon zu gelangen, da riesige vor langer Zeit heruntergespülte Steine den schmalen Durchgang dahin zugeschüttet haben. Selbst hier in dieser heißen Wüste wachsen einige rotleuchtende Blütensträucher und wundervoll duftende Wachholdergewächse.

In diesem riesigen Gebiet abseits der Hauptstrecken kann man auch wild campieren - ein unglaubliches Erlebnis unter diesem Sternenhimmel, denn Death Valley zählt zu einem der größten Dark Sky Parks der Welt. Hier ist die Sicht auf das Milchstraßen-System nicht durch irgendwelches störendes Licht beeinträchtigt. Also abends die Liegestühle nach hinten geklappt und die unglaubliche Stille und die Milliarden von Sternen genießen. 

Arizona

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letztes Update:

08.10.2017

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