Ohio, Michigan, Indiana

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Cleveland

Nach einer Übernachtung in der Nähe Niagara-Fälle unternehme ich bei Sonnenaufgang einen Spaziergang durch einen Park. Die Gräser sind mit einer dicken Schicht Raureif überzogen und es ist unglaublich still. Auf dem Wasser schwebt dichter Nebel und man kann von hier aus die Nebelwolke sehen, die von den tosenden Wasserfällen aufsteigt.

Unser weiterer Weg führt uns entlang des Niagara River an sehr luxuriösen Wohnhäusern mit großen, parkähnlichen Grundstücken vorbei, was bei diesem strahlenden Wetter natürlich sehr schön wirkt. So geht es weiter bis zum erneuten Grenzübergang zurück in die USA. Die Abfertigung geht schnell und schon sind wir in Buffalo, einer industriell anmutenden Arbeiterstadt.

 

Danach fahren wir die Küstenstraße entlang des Erie-See und die Häuser und Parkanlagen werden wieder schöner und schöner. So geht es weiter, bis wir am Abend in Cleveland ankommen. Tatsächlich können wir in der Nähe der „Rock’n Roll Hall Of Fame“ parken. Von dort aus unternehmen wir einen Stadtrundgang, um uns einen ersten Eindruck von Cleveland zu verschaffen. Durch Zufall landen wir in der richtigen Straße, wo sich ein Brauerei-Restaurant an das Nächste reiht. Wir suchen uns ein sehr gut Besuchtes aus. Dort steht der Braukessel im Gastraum und die vielen Menschen verursachen einen enormen Geräuschpegel. Bisher waren wir der Meinung, eine spanische Tapas-Bar wäre an lauter Geräuschkulisse nicht zu toppen - so kann man sich täuschen. Die Preise hier sind allerdings extrem. Ein Gläschen Bier mit 0,3 Ltr. Inhalt kostet hier locker 7,50 $ und da ist die Tax noch nicht dabei!

 

Am nächsten Morgen besuchen wir natürlich das Museum des Rock. Es ist sehr liebevoll und auch detailliert aufgebaut und wirklich sehr interessant. Man könnte sich wahrscheinlich 2 Tage hier aufhalten, um all die Informationstafeln und die Filme in mehreren Kinoräumen anzuschauen. Nach 3,5 Stunden sind wir satt und fahren weiter. Wir wollen noch eine große Strecke bis Findlay schaffen, wo wir uns für den Abend mit Caro zum Essen verabredet haben. Sie ist die Tochter von Freunden und verbringt gerade ein 6-monatiges Praktikum im Rahmen ihres Logistik-Studiums in Findlay. Wir gehen zusammen ins ¨Beer Barrel¨ und verbringen dort einen netten Abend zusammen. 

Detroit

Seit wir in den USA unterwegs sind, wurde uns bereits mehrfach von einem Besuch Detroits abgeraten. Die Stadt sei gefährlich und sie sei hässlich. Mit diesen etwas negativ vorgeprägten Vorstellungen sind wir an einem sonnigen Morgen nach Detroit gefahren. Es gibt im Randbezirk natürlich Bereiche, die teilweise heruntergekommen und verlassen wirken, sobald man sich aber der Innenstadt nähert, wird man sehr angenehm überrascht. Detroit gefällt durch eine schöne Skyline, die moderne, glitzernde Hochhäuser mit angenehm altmodischen, rot verklinkerten und reich verzierten Gebäuden vermischt. Als erstes besuchen wir natürlich das GM-Gebäude „The Renaissance-Center“. Es besteht aus fünf miteinander verbundenen glasverspiegelte Türmen, deren höchster 221 m misst. Das Innenleben dieses Gebäude-Komplexes ist eine eigene Welt. Alles ist sehr modern und stilvoll. Da wir unbedingt mit dem gläsernen, aussen angebrachten Fahrstuhl in den 72. Stock fahren möchten, nehmen wir an der Führung durch den für uns unüberschaubaren Bau teil. Die Fahrt mit dem Fahrstuhl mit Blick über die komplette Stadt, sowie den Detroit-River und den St. Claire Lake ist wirklich atemberaubend. Nach 1,5 Stunden Führung hat man aber nur einen kleinen Teil des Ganzen gesehen.

Wir steigen anschließend in einen vollautomatischen Hochbahn-Waggon, den „Peoplemover“, der uns durch die Innenstadt mit einem Ausblick oberhalb der Straßen fährt. Die Stadt ist relativ ruhig und unbelebt, aber wirklich sauber und ansprechend. Auch die Menschen hier sind wie bisher gewohnt freundlich und wohlgesinnt.

Einem Police-Officer, der mit Blaulicht hinter unserem falsch geparkten MAN steht und gerade ein Ticket schreiben möchte, erzählen wir, wie toll die Stadt und die USA sind. Auch sagen wir ihm, dass wir dieses strahlende Wetter aus Germany mitgebracht hätten. Er lacht sich kaputt und sagt dass er aus diesem Grund selbstverständlich vom Ticketschreiben absieht. Er gibt uns die Hand und nennt uns seinen Vornamen, bevor er uns mit den besten Wünschen fahren lässt. Puh....wieder einmal Glück gehabt.

Nach der Innenstadt schauen wir uns noch einige der Problembereiche der Stadt an. Das gigantische, verfallende Bahnhofsgebäude sowie das alte, verfallene Packard-Werk in einem Aussenbezirk von Detroit. Wie so häufig, wenn wir stehenbleiben, halten Autos an und wollen alles Mögliche von uns wissen. Eine Frau von dem Security-Service, der das alte Fabrikgelände sichert, schickt uns, nachdem unser MAN ausgiebig fotografiert wurde noch zum ¨Heidelberg Projekt¨, einem alternativen Straßenkunst-Projekt. Hierzu gibt es natürlich auch ein paar Fotos. 

The Henry Ford

Wir können auf keinen Fall Detroit verlassen, ohne das „The Henry Ford“ Museum besucht zu haben, welches als eines der besten Museen der Welt gepriesen wird. Es ist nicht nur ein Automobilmuseum der Marke Ford, sondern zeigt einen Querschnitt durch die industrielle Entwicklung von der Dampfmaschine, den Automobilbau, die Luftfahrt und die amerikanische Lebensweise über mehr als ein Jahrhundert. Es ist wundervoll und sehr beeindruckend und man würde sicher 2-3 Tage benötigen, um alle Objekte zu sehen und die erklärenden Schautafeln lesen zu können. Ein absolutes Muss wenn man hier in der Gegend ist.

 

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letztes Update:

08.10.2017

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