Texas

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Texola, Shamrock

Das starke Selbstbewusstsein der Texaner zeigt sich bereits in dem nahezu verlassenen Grenzort Texola. „No place like Texola“ … ! Kurz darauf erreichen wir Shamrock. Eine Stadt, vollständig geprägt durch die irische Herkunft Ihrer Bewohner. Das grüne Kleeblatt prangt auf fast jedem Laden, Restaurant und auch an den Privat-Häusern. Besonderheit hier ist eine wunderschöne alte Conoco-Tankstelle im Art-Deco-Stil, die auch gleichzeitig ein hübsches Diner besitzt. Leider ist die ganze Anlage jetzt nur noch ein Museum. Als kompletten Kontrast gibt es hinter dieser alten Tankstelle jetzt eine Tesla - Ladestation, die mit 6 Strom-Zapfsäulen aufwarten kann. Auch dieses Gebäude liegt an der Kreuzung zweier grosser Hauptverbindungsstrassen durch die USA, die durch die Interstates an Bedeutung verloren haben. Die sehr grosszügig angelegten Straßen werden nur noch von sehr wenig Fahrzeugen befahren. Häufig fahren wir über 4-spurig ausgebaute Landstrassen und 5-spurige Ortsdurchfahrten - völlig alleine. Da wir einmal wieder unsere Abwassertanks leeren müssen, kommt uns ein am Strassenrand liegender alter und verlassener RV-Park mehr als gelegen. Wir fahren auf das Gelände, denn in den meisten RV-Parks gibt es an jedem einzelnen Stellplatz ein Abwasserrohr, in welchen wir unser Grau- und Schwarzwasser mit einem Schlauch völlig sauber und geruchsfrei ablassen können. Dieses Prinzip ist einfach toll, nicht diese Sauerei, die man immer auf europäischen Entsorgungsplätzen veranstaltet, wo man aufpassen muss, den Abfluss unter dem Auto ungefähr zu treffen und hinterher noch mit einem Wasserschlauch gründlich nachreinigen muss.

Texas ist ein sehr flaches Land mit endlosen Graslandschaften, auf denen Rinder weiden. Es sind hauptsächlich Angus- und Charolais-Rinder, die das ganze Jahr frei auf unvorstellbar großen Weideflächen herumlaufen können. Das schmeckt man aber auch am Fleisch - einfach super, wie das hier schmeckt. Die berühmten Longhorns, die als Symbol an vielen Häusern, auf Wasserspeichern und Geschäften prangen, sieht man aber eher selten auf den Weiden. Zusätzlich weht hier zwar auch, wie in allen vorher bereisten Staaten, die amerikanische Flagge überall, nie aber ohne die Flagge für Texas in mindestens gleicher Größe nebendran zu hissen Dies spricht für sich. Stripes wie gehabt, aber nur 1 Star anstatt der 50! Der Lone Star State. Hier ist alles größer und besser! (Wenn man die Texaner hört). Die sagen auch beim Fotografieren nicht: Cheese... Nein! Say Teeeexas ! Die Rinderweiden werden irgendwann von Baumwollfeldern abgelöst, so groß und endlos bis zum Horizont. Man kann auch die Maschinen sehen, die die Baumwolle nach dem Ernten zu großen, rechteckigen oder auch runden Bündeln pressen. Texas ist einer der weltweit größten Anbauer von erstklassiger Baumwolle. 

 

Lake Makenzie, Palo Duro Canyon

Am Lake Mackenzie ändert sich die Landschaft ganz plötzlich. Es ist eine Canyon-Landschaft die mit Wacholder und Pinien bewachsen ist. Hier übernachten wir direkt am See völlig einsam und unbehelligt unter einem gigantischen Sternenhimmel in unwirklicher Stille. Nicht das geringste Geräusch ist hier zu hören. Paradiesisch! Von hier aus geht es zum wunderschönen Palo Duro Canyon, nach dem Grand Canyon der zweitgrößte Canyon der USA. Phantastische Canyonlandschaft aus rotem Stein im Kontrast zu den Wachholderpflanzen und Pinien. Für diesen State-Park müssen wir Eintritt bezahlen, können dort aber an vielen Plätzen parken, wandern, grillen oder was auch immer. 

Amarillo, Vega, Adrian, Glenrio

 Amarillo angekommen, besuchen wir als erstes die bekannte Cadillac Ranch. Na ja, ganz nett.
An diesem Tag gehen wir zu unserem Hochzeitstag ins Saltgrass Steakhouse, wo wir am Eingang erst einmal mit einem Beeper zum Warten auf die Wartebänke gesetzt werden. Es dauert aber nur 10 Minuten, bis es beept und wir an unseren Tisch gebracht werden. Das Warten hat sich gelohnt! Es gibt fantastische Rib-Eye Steaks, Baby-Back Ribs und ebenso leckere Beilagen, begleitet von einer unglaublich aufmerksamen und netten Bedienung. Am Morgen nach dem Einkauf auf dem Walmart-Parkplatz wird Michael von einem älteren Texaner angesprochen und gefragt, ob er nicht dessen deutsche Ehefrau anrufen möchte. Ehe Michael überhaupt reagieren kann, bekommt er bereits das Mobiltelefon mit der angewählten Nummer hingehalten. Also erklärt er der Frau am anderen Ende, dass ihr Mann gerade zum Anrufen aufgefordert hat. Sie ist völlig aus dem Häuschen und überredet uns, zu einem Besuch vorbei zu kommen. Wir fahren also hin und lassen uns nach gemeinsamem Kaffee noch zu einer Stadtrundfahrt mit Brad überreden. Er fährt uns für mehr als 1 Stunde mit seinem Auto durch seine Stadt und erklärt uns alles Mögliche über geschichtliche und architektonische Begebenheiten von Amarillo. Anschliessend laden uns die beiden noch ein, in deren Gästezimmer für ein oder auch drei Wochen zu wohnen. Als wir das ablehnen, möchten die beiden uns unbedingt in ein mexikanisches Restaurant einladen. Wir haben aber bereits andere Pläne für heute und bedanken uns sehr für diese freundliche Aufnahme. Zum Abschied bekommen wir von Dagmar noch Schokolade, Blasentee und selbstgebackenes, deutsches Brot mit auf den Weg.

Michael besucht in Amarillo noch das Jack Sisemore RV-Museum. Darüber gibt es irgendwann noch einmal eine eigene Bilderserie.

 

Unsere letzte Übernachtung in Texas ist in Vega. Typischer Texas geht nicht. Auf dem Wasserturm: Ein Longhorn. In jeder zweiten Garageneinfahrt auf dem Beton aufgemalt: Ein Longhorn... Saloon: Longhorn.... Aber das allerlustigste ist: Im örtlichen Café steht im Schaufenster im Weihnachtskranz nicht „Merry Christmas“ sondern „HOWDY Christmas“!

Am Midpoint Café von Adrian angekommen ist Halbzeit. Vom Start der Route 66 in Chicago bis hier sind es exakt 1.139 Meilen (1.833 km) und genauso weit ist es noch bis zum Ziel in L.A am Santa Monica Pier. Wir sind für diese erste Hälfte mit allen Abstechern insgesamt 2.987 km gefahren. Es war sehr abwechslungsreich und es hat uns bisher viel Spass gemacht.  Leider ist das beliebte Café aus Krankheitsgründen des Besitzers dauerhaft geschlossen. Als allerletzten Punkt in Texas begucken wir noch die Geisterstadt Glenrio und weiter geht es nach New Mexico...... 

Oklahoma - Route 66

New Mexiko - Route 66

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letztes Update:

08.10.2017

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