MAN on the Road - Unsere Reisen in Amerika und Europa

Belize

Belize im Juni 2018

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Ursprünglich wollen wir eine Rundreise durch Belize machen und von Süden in das einzige englischsprachige Land Mittelamerikas einreisen.
Google Maps hatte uns eine Reiseroute vorgeschlagen, doch der Grenzübergang und die weiterführende Piste im Süden existieren nicht.
Also mussten wir über den einzigen Grenzübergang zu Guatemala im Norden sowohl ein- als auch wieder ausreisen.

596 km
6 Tage

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Hopkins

Wir erreichen Hopkins bei großer Hitze und extem hoher Luftfeuchtigkeit. Hier finden wir einen Einstieg in das karibische Leben der Garifuna-Kultur. An einer ersten Strandbude treffen wir bereits auf die ersten zugekifften und mit Rastalocken geschmückten Garifuna. Wir trinken etwas und beschmusen die gerade erst geborenen 15 Jungen einer Hündin. Nach einer Weile kommt eine sehr flippige Hippiefrau Mitte 50 auf ihrem ATM und bewirbt ihre Lodge einen Kilometer entfernt. Wir nehmen an und fahren dorthin, wo Claudia und David eine typisch karibische Hütte auf Stelzen direkt am Wasser mieten und wir zwischen Palmen, Bananen und allerlei moskitoumschwirrten Pflanzen parken können. Die Luft steht dort und es ist im MAN ohne Klimaanlage nicht auszuhalten. Die kleine Anlage selbst ist in liebevoller Art mit einfachsten Mitteln hergerichtet. Überall stehen und hängen aus Treibholz geschnitzte und bunt bemalte Figuren. Die einfachen Palapas haben ein Bett und eine Kochstelle. Das Wasser der Dusche kommt aus einer großen Muschel. Wir kochen zuerst im MAN und sitzen anschliessend den ganzen Abend zusammen auf der kleinen Terrasse mit Blick zum Meer und von der Meeresbrise umtost. 
Die amerikanische Aussteigerin Trisha lebt hier seit vielen Jahren zusammen mit Ihrem Garifuna-Mann Elvis, den sie mir mehrmals als Adonis beschreibt. Ich frage nach einer Bootstour zu den Korallen-Riffs, da wir einen Schnorcheltag unternehmen möchten. Auch da ist Trisha bestens vorbereitet. Mit Trisha, Elvis und ein paar Zutaten für unseren Mittagssnack tuckern wir mit einem einfachen Boot raus aufs Meer, bis wir nach knapp einer Stunde eine wunderschöne und winzige Insel erreichen, die unbewohnt ist, aber ein buntes Holzhaus mit einer Kochstelle hat. Es gibt bunte Hängematten und einen Tisch und Stühle. Während wir zwischen unzähligen bunten Fischen, Korallen in allen Farben, und vielen unbekannten Pflanzen herumtauchen - sogar ein kleiner Hai schwimmt gemütlich an uns vorbei - bereitet Trisha für uns ein paar Sandwiches zu. Ein kühles Bier und Erfrischungsgetränk bekommen wir auch. Wir schnorcheln hier für Stunden, bevor die Tour dann noch weitere Stunden durch das türkisblaue karibische Wasser geht. Nach einem Tag auf dem Wasser sind wir dann aber auch alle geschafft und verbringen den Abend wieder auf unserer eigenen Terrasse bei Selbstgekochtem. 
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Belize City

Von Hopkins nehmen wir die kürzeste Strecke nach Belize City, eine gut befahrbare Piste. Belize City ist eine unglaublich verfallene, verdreckte und mit Bruchbuden bestandene Stadt. Bis auf einige öffentliche Gebäude ist alles in einem Zustand des totalen Verfalls. Nach einem Rundgang durch den Ort spreche ich noch eine Weile mit einem freundlichen Hilfspolizisten, der mich fragt wie es uns hier gefällt. Ich sage ein paar höfliche Worte, denn die Menschen hier sind ja stolz auf Ihre Heimat. 
Ein weiteres Problem in Belize ist die Versorgung mit frischen Lebensmitteln. Die wenigen Geschäfte sind fast alle in der Hand von Chinesen. Die Läden unglaublich schmutzig und komplett überteuert. Es gibt fast ausschließlich verpackte Waren und kaum Frisches.

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Caye Caulker

Wir beschließen einen Aufenthalt auf den wunderschönen Keys - hier genannte Caye. Wir suchen Caye Caulker aus, bringen David und Claudia zur Fähre, da die beiden dort 2 Nächte verbringen wollen. Wir bleiben zunächst im Yachthafen von Old Belize, wo wir sehr schön und bewacht parken können. Am nächsten Tag besuchen wir die Beiden für einen ganzen Tag Karibikflair auf Caye Caulker. Als wir am Vormittag dort ankommen, haben die Beiden in der angesagtesten Strandbar während des WM-Spiels Deutschland gegen Mexiko bereits jeder 10 Bier getrunken und sind entsprechend gut drauf. 
Durch den letzten Hurrikan ist die Insel in der Mitte durch eine Wasserstraße zweigeteilt. Dort brausen die Motorjachten durch und es gibt eine Wahnsinnsströmung dort. Es herrscht ausdrückliches Badeverbot. Plötzlich sehen wir David genau in dieser Strömung schwimmen. Mir bleibt fast das Herz stehen, als noch ein schnelles Boot angebraust kommt. Typisch David ! Nachher erzählt er uns, dass er es kaum geschafft hat, gegen die Strömung. Wir baden im traumhaften Wasser bei chilliger Musik, Essen, Trinken und Relaxen. Die Insel ist eine richtige Barfuss-Insel und natürlich autofrei. Bunte Holzhäuser und viele Strandbars sorgen für das karibische Feeling mit dem leckeren Belikin-Bier. 
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San Ignatio, Spanish Lookout

Im Ort San Ignacio kommen wir in einer hübsch angelegten Anlage unter, wo wir von der Deutschen Auswanderin Nelly begrüßt werden, die einen Belizianer geheiratet hat. David und Claudia können eine Hütte mieten und wir auf der Wiese stehen. Die feuchte Hitze lässt uns alle vier ziemlich müde herumlaufen. Dazu haben David und Claudia Probleme mit dem Magen- und Darmtrakt. Übelkeit und häufige Toilettenbesuche lassen nicht lange auf sich warten. Die Attraktion in der Gegend ist eine Höhlenexpedition, bei der man durch Wasser waten, klettern und durch enge Höhlen krabbeln muss, um schliesslich zu einer Grabstätte mit menschlichen Knochenresten zu gelangen. Außer David ist das allen anderen zu beschwerlich. Wir schenken ihm dieses Event zu seinem Geburtstag und nachdem er abgeholt wurde, fahren wir in eine andere Welt. Nachdem wir über eine Brücke gefahren sind erreichen wir das Gebiet von Spanish Lookout. Dieser Teil von Belize wird von Mennoniten bewirtschaftet. Es ist unglaublich! Ganz urplötzlich befinden wir uns in einer anderen Welt mit ordentlichen Häusern, schönen weißen Holzscheunen, weißen Zäunen und saftig grünen Wiesen für das Vieh. Wir staunen und gehen in einer Gaststätte der Mennoniten-Siedlung zu Mittag essen.
 
Am nächsten Tag folgt der Grenzübertritt zurück nach Guatemala. Hier müssen wir eine „Ausreisegebühr“ in Höhe von 
19 US$ pro Person entrichten.
Am späten Abend erreichen wir unser nächstes Etappenziel wieder zurück in Guatemala am Lago Peten Itza.

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Guatemala
Erster Teil der Reise durch Guatemala im Juni 2018

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Guatemala
Zweiter Teil der Reise duch Guatemala im Juni 2018

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