MAN on the Road - Unsere Reisen in Amerika und Europa

Costa Rica

Costa Rica im Dezember 2018

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Costa Rica ist ja bekannt für seine unglaublich reichhaltige Flora und Fauna. Hier wird der Naturschutz auch bereits seit Jahrzehnten großgeschrieben. Das zeigt sich an der Zahl von 200 Nationalparks im gesamten Land. Auch deswegen wird dieses Land auch von vielen Amerikanern und auch vielen Europäern bereist. Es ist sehr ordentlich, strukturiert und vor allen Dingen frei von Müll. Es gibt so gut wie keine indigene Bevölkerung und das Erscheinungsbild des Landes ist stark amerikanisch geprägt. 
Wir vermissen ein wenig das Flair der hinter uns liegenden Länder mit ihren bunten, lauten Märkten, und dem zuweilen chaotischen, aber auch charmanten Treiben in den Städten und Dörfern. 
Andererseits sehen wir kurz nach dem Überschreiten der Grenze bereits die ersten Affenfamilien, Krokodile sowie unzählige Vogel- und Schmetterlingsarten. 

1.657 km
21 Tage
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Pazifikküste im Norden Costa Ricas

Kurz hinter der Grenze Costa Ricas fahren wir zum Übernachten auf eine Finca mitten im Dschungel, die von Schweizern betrieben wird und der von vielen Overlandern besucht wird. Auf dem riesigen Gelände gibt es hübsche kleine Cabanas für Reisende, jedes Haus mit eigener Terrasse und Hängematte. Gleich am Abend sehen wir eine ca. 10-köpfige Affenfamilie der Spider-Monkeys. Diese haben einen Greifschwanz der genauso lang ist, wie ihre Arme und Beine. Sie holen sich die reifen Früchte eines Grapefruitbaums und turnen kopfüber in den großen Bäumen über unserem Kopf herum. Die Kleinen bekommen jeweils ein kleines Stück einer Frucht in die Hände und es macht großen Spass den Tieren aus dieser Nähe zuzuschauen. Zwei Faultiere machen ihrem Namen alle Ehre und hängen an zwei anderen Bäumen ganz hoch oben in den Kronen. Sie bewegen sich nicht und sind deshalb auch ziemlich langweilig zu beobachten. Am angrenzenden Fluss sehen wir ein Krokodil im Wasser und am gegenüberliegenden Ufer sitzt ein sehr großer Leguan ganz weit oben in der Krone eines riesigen Urwaldbaums. Ich schieße ein Foto mit dem Teleobjektiv und erst auf dem Rechner sehen wir, dass zwei weitere, deutlich kleinere Tiere neben dem großen Männchen sitzen. Er hat eine rötliche Verfärbung angenommen, um bei den Weibchen zur Paarungszeit Eindruck zu schinden. 
Wir sind total erstaunt, wie sich direkt hinter der Grenze die unglaublich artenreiche Fauna Costa Ricas zeigt. Begeistert sind wir auch von den hier wachsenden Urwaldriesen aller Art. Der Guanacaste sowie der Ceiba Baum beeindrucken durch imposante Höhe und ausladende Arme und unzählige Luftwurzeln. 
Wir lernen auf dem Platz auch ein junges deutsch/französisches Pärchen mit 2 kleinen Kindern kennen, die den Kontinent mit Fahrrädern und Anhänger für die Kinder bereisen. Die Beiden haben uns bereits in Alaska gesehen und sich an unser Auto erinnert. Alaska! Das muss man sich einmal vorstellen. Mit dem Fahrrad von Alaska bis nach Costa Rica. Von hier wollen Marla und Daniel und den beiden Kleinen auch noch bis nach Patagonien fahren, wenn die Zeit bis zur Einschulung reicht.

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Das nächste Ziel liegt wieder einmal am Pazifik und wir schauen von einem verlassenen Gemeindezentrum mit fantastischem Blick auf das Meer. Es ist heiß, heiß, heiß! Zum Glück finden wir einen traumhaften und perfekten Strand, wo wir unter schattigen Bäumen direkt am Wasser frei campen können. Der Strand heißt Playa Rajada (Rochenstrand) und bei unserer Wanderung von einer Bucht in die nächste, sehen wir auch warum. Zwei wunderschöne Adler-Rochen mit weißen Punkten auf schwarzer Haut schwimmen ganz vorne im flachen Wasser herum. Leider haben wir für die Fotos nur das Handy dabei. Wir sind völlig begeistert und beobachten die Tiere, bis diese wieder im tiefen Ozean verschwinden. Auf unserem Lagerplatz werden wir morgens und spätnachmittags von einigen sehr schönen und sehr frechen Vögeln besucht. Es handelt sich dabei um Langschwanzhäher. Sie haben lange blaue Schwanzfedern und ein lustiges Federhäubchen auf dem Kopf, so dass sie wie ein Irokese aussehen. Sie kommen ganz nah heran und fressen etwas von unserer Wassermelone. Während wir sie fotografieren, fliegen einige von ihnen ganz dicht über den Kopf und man das Gefühl hat, dass sie uns einen neuen Scheitel ziehen wollen. Als totaler Vogel-Fan bin ich restlos begeistert und Michael kommt auch aus dem Fotografieren nicht mehr heraus. An diesem Strand gibt es auch keine Insekten, sodass wir die Abende in völliger Ruhe, mit dem Sun-Downer in der Hand und einem spektakulären Sonnenuntergang vom Klappstuhl aus geniessen können. 
Wir kommen nach Liberia, weil wir unseren Kühlschrank wieder auffüllen wollen und sind wieder einmal von einem Wandbild angetan. Ansonsten hat die Stadt nicht viel zu bieten. Dafür ist die Landschaft hier wunderschön. Pisten, riesige Bäume, grüne Hügel, immer wieder Leguane und Vögel wie Rabengeier begeistern uns.
Unser nächstes Ziel ist ein völlig abgelegener, einsamer und palmenbewachsener Traumstrand, die Playa Bongo auf der Nicoya Halbinsel. Wir fahren einige Kilometer Sandpiste, als plötzlich die hocherhobenen buschigen Schwänze zweier Nasenbären aus dem Gras auftauchen. Die Tiere kommen heraus und wir können diese kurz bewundern. Als wir anhalten bemerken wir, dass wir irgendwo auf der Fahrt hierher unsere hintere Dachreling abgerissen haben. Wir fahren noch einmal die letzten Kilometer der schmalen Piste zurück, können diese aber nicht wiederfinden. 
Am nächsten Morgen entdecken wir am Sandstrand die Spur einer sehr großen Schildkröte aus dem Wasser heraus und wieder hinein. Hier hat in der Nacht eine Oliv-Bastard-Schildkröte ihre Eier im Sand vergraben. Leider ist das Gelege mit den ca. 80 Eiern komplett geplündert, wie die leeren Eierschalen zeigen. Der Übeltäter ist auch schnell ausgemacht, denn wir entdecken die Spur eines Nasenbären, die über den Strand bis zum Gelege führt. Die Natur ist grausam, kein einziges Ei ist übrig geblieben. 

Monteverde - Im Land der Schmetterlinge

Von der Küste fahren wir in Richtung Santa Elena im Bergland, wo uns deutlich angenehmere Temperaturen erwarten. Es wird hier in Zentralamerika praktisch das ganze Jahr über um ca. 17:30 Uhr früh und auch sehr schnell dunkel. Auf einem unbebauten frisch gebaggerten Bauplatz finden wir rechtzeitig eine geeignete Fläche mit einem phantastischen Ausblick. 
In Santa Elena besuchen wir zuerst den ¨Jardin de las Mariposas¨, den Schmetterlingspark, wo wir von einem Mitarbeiter durch die verschiedenen Schmetterlingshäuser geführt werden und viele der schönen Tiere fotografieren können, sofern sie mal gerade nicht herumflattern. 

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Monteverde - Im Land der Frösche und Kröten

Am Nachmittag fahren wir dann noch zum ¨Frog Pond¨. Hier leben eine ganze Reihe der in Costa Rica vorkommenden Frösche, unter anderem der berühmte Rotaugen-Laubfrosch sowie Pfeilgiftfrösche und viele mehr. Da die nächste Führung erst in einer 3/4 Stunde startet, gehen wir schon einmal auf eigene Faust und sehen - NICHTS! Später mit unserem Führer wird unser Auge geschult, denn er zeigt uns in jedem Gehege die dort lebenden Frösche und erzählt jede Menge über die Tiere. In dem dschungelartigen Gelände stehen plötzlich drei herumstreifende Nasenbären vor uns. Das macht richtig Spass, aber die Frösche schlafen alle, da diese allesamt nachtaktiv sind. Wir dürfen aber später im Dunkeln noch einmal herein und auf eigene Faust durch die jetzt stockfinstere Ausstellung tapern. Wir bekommen jeder eine Taschenlampe und los gehts. Aufregend, die Tiere jetzt mit geöffneten Augen und in wachem Zustand zu beobachten.   
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Laguna Arenal und Vulkan Arenal

Der nächste Tag begrüsst uns mit eindrucksvollen Regenbogen und wir fahren auf sehr matschiger und teilweise rutschiger Piste zur Laguna Arenal, einem riesengroßen Stausee, der mit zahllosen Wochenendhäusern bebaut ist und ein wenig an den Bodensee erinnert. Hier finden wir eine deutsche Bäckerei mit angeschlossenem Restaurant. Die deutsche Aussteigerin, die beides betreibt, unterhält sich eine Weile mit uns. Wir bestellen einen großen Teller mit Bratwurst, Frikadellen, Weißwurst, Sauerkraut, Senf und gutem Brot. 

Der Vulkan Arenal ist ein aussergewöhnlicher, spitzkegeliger und auch aktiver Vulkan. Wir wollen unbedingt einen Übernachtungsplatz mit Blick auf etwaig leuchtende Lava finden und fahren auf einen Wiesenstreifen neben der Landstraße. Sofort sinken wir mit den Hinterrädern tief in den aufgeweichten Boden ein und graben uns ein. Es wird bereits dunkel und so müssen wir auch in leichter Schieflage die Nacht mit eingebuddelten Reifen verbringen. In der Nacht leuchtet nichts - der Vulkan raucht vor sich hin und Wolken verdecken die Sicht. Am nächsten Morgen können wir uns durch Absenken des Reifendrucks sowie dem Abtragen der Rasenplatten vor den Reifen wieder befreien und weiterfahren.  
   
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La Paz Waterfall Gardens

Von den La Paz Waterfall Gardens wird in unserem Reiseführer geschwärmt und wir beschließen, die hohen Eintrittskosten in Kauf zu nehmen. Dieser sehr große und perfekt angelegte Park bietet wirklich etwas für das Auge. Die geschmackvolle Anlage besitzt große, mit Netzen überspannte Freigehege mit unzähligen Singvögeln in den leuchtendsten Farben. Man geht durch die Gärten und kann die Vögel beim Fressen von Obst oder an den Tränken beobachten. Wir sehen Tukane, Fischertukane, Karibische Tukane, Aras und zahllose Kolibris in allen erdenklichen Farben. In anderen Bereichen gibt es Faultiere, Affen, Jaguare, Pumas, Insekten, Schlangen und Frösche. Unter anderem erweckt einer der Zoowärter nur für uns einen schlafenden Rotaugen-Laubfrosch und setzt ihn auf eine Blume, die er mir in die Hand gibt. Im Park gibt es 5 natürliche Wasserfälle zu erwandern sowie botanische Pflanzungen von Orchideen und anderen tropischen Blühpflanzen. Nach Stunden am Ausgang angekommen, wird man von einem Shuttlebus wieder zum Haupteingang zurückgebracht. Der Fahrer unterhält noch während er den Bus lenkt mit Gesang und Animation sowie dem immer wieder ausgerufenen Motto Costa Ricas: PURA VIDA! 
Da heute Heiligabend ist, gönnen wir uns noch ein Dinner im sehr geschmackvollen Restaurant der Lodge und nehmen anschließend noch einen Absacker vor dem Kamin in bequemen Sesseln. Auch hier können wir problemlos die Nacht auf dem ruhigen Parkplatz der Anlage verbringen.
Wir dachten ja zu Beginn, in Costa Rica wäre die temperamentvolle Lebensfreude nicht so ausgeprägt wie in den zuvor bereisten Ländern Mittelamerikas. Doch nach ein paar Tagen im Land erkennen wir aber, dass das genaue Gegenteil der Fall ist. Die Menschen hier sind unglaublich positiv, offen und freundlich. Wir werden begrüßt, angelacht und immer wieder mit dem positiven Ausruf: Costa Rica, Pura Vida sowie mit hochgerecktem Daumen bedacht. Das macht richtig gute Laune. Nicht nur das Land selbst ist wunderschön, auch die Leute sind echt klasse.  
  
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Volcan Poas

Auf dem Parkplatz der Waterfall Gardens verabschiedet uns der lustige Busfahrer mit viel Pura Vida, indem er unser Auto von allen Seiten filmt und dabei die ganze Zeit in sein Handy redet.
Als nächstes wollen wir den Volcan Poas besuchen. Dieser ist sehr aktiv und man darf sich nur unter strenger Einhaltung der Besuchszeit von höchstens 20 Minuten und dem Tragen eines Schutzhelmes auf den Weg begeben. Nach ca. 20 Minuten erreichen wir die Aussichtsplattform und wir sehen die zahlreichen Schäden im Beton und am Geländer durch die Gesteinseinschläge. Für den Notfall gibt es betonierte Schutzräume. Kaum am Kraterrand angekommen, zieht sich der Himmel schnell zu und vor lauter Nebel sieht man fast nichts. Egal, nach exakt 20 Minuten wird man vom Aufsichtspersonal zum Zurücklaufen genötigt. Begründet wird dies mit den sehr giftigen Schwefeldämpfen, die der dauerrauchende Vulkan in die Luft ausstösst. Michael ist superfrustiert, weil er keine schönen Fotos vom Vulkankessel machen konnte. Also fragt er das Aufsichtspersonal, ob er mit der nächsten Gruppe noch einmal nach vorne darf. Er darf und nun klärt sich sogar teilweise der Himmel auf, so dass am Ende doch noch ein paar schöne Bilder vom Poas entstehen. 
Bei der Abfahrt vom hochgelegenen Vulkan sehen wir die Ticos bei ihrer sonntäglichen Lieblingsbeschäftigung, dem Picknicken am Straßenrand. Hunderte von Familien sitzen fröhlich neben den vielbefahrenen Straßen, grillen, trinken und geniessen offenbar die angenehm kühle Bergluft. Auf jeden Fall scheinen sie viel Spass daran zu haben denn sie winken und rufen uns zu: Costa Rica - Pura Vida!
Am Abend besuchen wir noch Alajuela, eine unscheinbare Stadt, die ausser einigen schönen Kirchen nichts weiter zu bieten hat. 

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San José

Die Hauptstadt von Costa Rica ist nicht besonders schön. Wie immer viel Verkehr und endlose Vororte. Wir entdecken einige schöne Murales und ein paar ansprechende Gebäude. Nachdem wir einen gefühlt sicheren Parkplatz gefunden haben begeben wir uns zielstrebig zur Markthalle, die meistens ein solides, gutes Mittagessen zu günstigen Preisen anbietet. Auch hier werden wir nicht enttäuscht und haben zusätzlich noch die Live-Musik einer dabei aufspielenden Marimba-Gruppe.
In dieser Woche findet in San José eine grosse Reiter-Fiesta statt. Zahllose Gruppen stolzieren zu Pferde durch unglaubliche Zuschauermengen, die ganze Stadt scheint auf den Füssen. Auf dem Rückweg zum Auto sehen wir dann wieder die einfachen Wohnhäuser und auch einige Menschen mit Alkoholproblemen, von denen manche schlafend mitten auf den Bürgersteigen liegen. Alles in Allem können wir auch dieser Hauptstadt nicht viel abgewinnen.

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Manuel Antonio NP

Von San José fahren wir wieder an die Pazifikküste und verbringen eine Nacht am Strand, bevor wir zum vielgepriesenen Nationalpark Manuel Antonio fahren wollen. Hier sehen wir bei unserem Strandspaziergang am Morgen zum ersten Mal freifliegende rote Aras in den Bäumen. Wunderschöne Tiere, doch leider haben wir gerade keine Kamera dabei. 
Sehr früh am Morgen starten wir, wegen der schnell auf über 30° Grad ansteigenden Temperaturen, zu unserer Tour durch den Nationalpark, der über fantastische Strände mit türkisfarbenem Wasser verfügt. Wir sehen an den Wegen jede Menge Tiere, die Affen hängen in den Bäumen und laufen überall an den Stränden herum. Einer versucht sogar an den Rucksack eines Besuchers zu gelangen und wird richtig böse, als man ihm den Rucksack wegnehmen will. Leguane laufen über den Strand, Waschbären liegen schlafend im Dickicht, Faultiere lümmeln auf den Bäumen und viele Vögel kann man in freier Wildbahn beobachten und erleben. Costa Rica ist das Land mit der höchsten Biodiversität und macht seinem Ruf wirklich alle Ehre. Die Vielfalt, die Blütenpracht, die Dschungelpflanzen mit riesigen Farnen und unbekannten Baumarten sind wirklich beeindruckend.  

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Quetzales NP

Der Weg, den wir von der Küste wählen, führt uns durch eine abgelegene und nur dünn besiedelte grüne Landschaft. Oft fahren wir schöne Pistenstrecken, es ist einfach Natur pur! Über weite Teile unserer Route können wir auch hier wieder riesige Kaffeeplantagen sehen. Die Strassen sind teilweise extrem steil und kurvig in diesem bergigen Teil Costa Ricas. Durch den kleinen Ort Tarazu erreichen wir den Parque National de Quetzales. 
Der wohl berühmteste Vogel Mittelamerikas ist zwar als Wahrzeichen überall präsent, allerdings so gut wie nie sichtbar, da seine Anzahl in den vergangenen Jahrzehnten extrem dezimiert wurde. Die wunderschönen, langen Schwanzfedern wurden gerne als Schmuck genutzt. Wir versuchen nun bei einer Wanderung durch diesen Nationalpark einen vor die Augen und die Kamera zu bekommen. Leider erfolglos! Während unserer Wanderung sehen wir zwar viele schöne Bäume und Pflanzen und auch hübsche kleine Vögel - leider aber keinen Quetzal. Immerhin sehen wir im Besucherzentrum einen ausgestopften Tapir , der auch hier in den Bergen lebt. 
Wir fahren anschliessend noch auf einer einspurigen Strasse in das sehr enge Tal von San Gerardo de Dota, wo man angeblich auch in den frühen Morgenstunden häufig Quetzals sehen kann. Wir stehen noch im Dunkeln auf und machen uns auf die Suche. Aber auch hier sehen wir keinen der Vögel, was uns letztlich nicht besonders kümmert, da es hier landschaftlich traumhaft schön ist und wir von der Natur und anderen bunten Singvögeln begeistert sind. 

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Cartago und Volcan Irazu

Cartago wartet mit einer besonderen und einzigartigen Kirche auf. Im Inneren des beeindruckenden Gebäudes ist alles mit kunstvoll verziertem Holz ausgestattet. Die zahlreichen Gläubigen rutschen auf den Knien durch den Mittelgang bis nach vorne zum Altar, wo sie dann ihre Gebete sprechen.
Im schönen Orosi-Tal müssen wir auf einem Parkplatz auf grüner Wiese an einem Fluss übernachten, da die weitere Strecke durch eine Brücke mit Gewichts- und Höhenbegrenzung für uns unbefahrbar bleibt. Über eine Hängebrücke können wir zum dem kleinen Ort auf der anderen Seite gehen, wo ein paar einfache Geschäfte und Restaurants auf uns warten. 
In der Nacht sehen wir das Silvester-Feuerwerk von unserem Parkplatz aus und am Neujahrsmorgen werden wir wieder einmal sehr herzlich von den Einheimischen begrüsst und befragt. Das obligatorische Gruppenfoto wird gemacht und es wird dabei viel gelacht. 
Bei dichtem Ausflugsverkehr an diesem Feiertag besuchen wir erneut einen Vulkan, diesmal den Irazu. Die Strasse führt uns in eine Höhe von über 3350 m, wo ziemlich kühler Wind bläst. Nach kurzem Fussmarsch über eine vulkanische Ebene können wir den mit dunkelblauem Wasser gefüllten Kratersee bewundern. 
Leider hält der Tag noch Unheil für uns bereit. Am späten Nachmittag gibt der Klimakompressor für das Fahrerhaus des MAN seinen Geist auf. Von nun an müssen wir bei den herrschenden Aussentemperaturen mit offenen Fenstern fahren, was natürlich keine echte Kühlung, sondern nur Luftwirbel bringt.
 
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Puerto Limon an der Karibikküste

Die letzten ca. 100 km bis zur Küste ist es grau und regnerisch. Die Strasse führt durch ein gigantisches Bananenanbaugebiet. Hunderte LKW befördern die geernteten Früchte in Kühlcontainern in Richtung Puerto Limon. 
Diese Hafenstadt ist wieder eine dieser typischen Orte an der Karibikküste, die uns bisher jedesmal enttäuscht haben. So auch hier. Die ungepflegten Parks und Straßen, der heruntergekommene Zustand einstmals schöner Holzhäuser hinterlässt wieder einen trostlosen Eindruck bei uns, so dass wir auch am gleichen Tag weiterfahren.

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Cahuita NP

Der Cahuita Nationalpark ist ein traumhaft schönes Stück Karibikküste mit palmengesäumten Stränden, der zum Abschluss unserer Reise durch Costa Rica noch besichtigt werden will. Der ziemlich gut besuchte Wanderweg verläuft direkt am Sandstrand entlang und führt durch tropischen und dschungelartigen Bewuchs. Wir sehen wieder zahlreiche Wäschbären, einige Affen und beobachten Geckos beim intensiven Liebesspiel. Leider können wir nicht die ganze Strecke laufen, da wegen des stürmischen Wetters der letzten Tage ein grosser Teil überflutet ist und daher auch der Rest des Parks gesperrt ist.
Im hübschen Örtchen erleben wir während unseres abendlichen Restaurantbesuchs einen richtig kernigen Tropenschauer. Innerhalb von Sekunden ist die Straße in einen reißenden Bach verwandelt. An den tropischen Temperaturen ändert aber auch ein solcher Schauer nichts. 

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Nicaragua
Das Land der Vulkane und Seen

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Panama
Das letzte Land auf unserer Reise durch Mittelamerika

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